Jugend X Politik – das Format für Austausch, Mitbestimmung und Unterstützung der Projekte junger Menschen – war dieses Mal zu Gast im MACHmit! Museum. Ein Ort, der nicht nur Ausstellungen zeigt, sondern aktiv danach fragt, was junge Menschen brauchen, um sich wohlzufühlen und mitzugestalten.

Direktorin Uta Rinklebe richtet das Museum konsequent an den Bedürfnissen junger Besucher*innen aus. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Bildung, Kinderrechte und Demokratieförderung. Damit wird das MACHmit! zu einem Raum, der junge Menschen ernst nimmt und ihnen Möglichkeiten eröffnet, sich auszuprobieren und einzubringen.

Wie können Jugendräume mitwachsen?

Im Workshop zum Thema „Jugendräume“ stand eine zentrale Frage im Raum: Wie müssen Orte gestaltet sein, damit sie mit den Bedürfnissen junger Menschen mitwachsen?

Gemeinsam haben wir diskutiert:

  • Was brauchen junge Menschen für ihre Freizeitgestaltung?
  • Wo fühlst du dich wohl und willkommen?
  • Was sind für dich echte „Jugendräume“?
  • Welche Orte nutzt du regelmäßig?
  • Welche Menschen prägen diese Orte?
  • Was fehlt noch?

Die Antworten waren klar, ehrlich und überraschend einfach.

Was junge Menschen wirklich brauchen

Die Runde hat gezeigt: Es braucht gar nicht viel. Es mangelt auch nicht an Ideen – im Gegenteil. Viele junge Menschen wollen selbst mitgestalten, Verantwortung übernehmen und ihre Räume aktiv prägen.

Was sie sich wünschen:

  • Freie Räume in der Nähe – drinnen oder draußen
  • Orte, an denen man einfach jugendlich sein darf
  • Günstiges oder kostenloses Essen und Trinken
  • Treffpunkte für Freund*innen und neue Kontakte
  • Mitbestimmung statt Aufsicht

Konkrete Wünsche waren:

  • Zugängliche Freiflächen und Räume zur eigenen Freizeitgestaltung
  • Kostenlose Angebote wie Sport, Lernbegleitung, Musik, Handwerk oder Technik
  • Menschen mit einem „jungen Mindset“, unabhängig vom Alter

Spardruck gefährdet Jugendangebote

Gerade jetzt, wo der Spardruck in Pankow hoch ist, dürfen Jugend(hilfe)angebote nicht weiter gekürzt werden. In vielen Jugendclubs fehlt es bereits an Personal, um ein gutes Freizeitprogramm aufrechtzuerhalten. Teilweise stehen Einrichtungen wegen baulicher Mängel sogar vor der Schließung.

Das ist besonders problematisch, weil Jugendliche im öffentlichen Leben oft kaum sichtbar sind und nur wenig Raum bekommen.

Ein aktuelles Beispiel: Der Versuch, das Landes-Immissionsschutzgesetz so zu ändern, dass Jugendliche im öffentlichen Raum ähnlich wie Kinder rechtlich abgesichert sind, ist an einer fehlenden Mehrheit gescheitert. Auch das zeigt, wie wenig ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Mehr Raum für junge Menschen

Für mich ist klar: Jugendliche brauchen ausreichend Orte – drinnen wie draußen –, an denen sie akzeptiert werden, sich entfalten und einfach sie selbst sein können.

Deshalb wollen wir jetzt konkrete Umsetzungsideen entwickeln und neue Projekte auf den Weg bringen.


MACHmit! und sei dabei bei Jugend X Politik

Du willst dich einbringen oder einfach dabei sein?
Dann komm zum nächsten Treffen von Jugend X Politik.

Schreib mir eine Nachricht an mail@4ecke.berlin – ich halte dich auf dem Laufenden.