Der Berliner Wald ist ein echter Schatz: Rund 18 Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Er sorgt für saubere Luft, bietet Raum für Erholung und spielt eine wichtige Rolle für unser Grundwasser. Und nicht zuletzt gehört er uns allen – den Berlinerinnen und Berlinern. Doch die Klimakrise hat dem Wald in den vergangenen Jahren sichtbar zugesetzt. Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall hinterlassen Spuren. Umso wichtiger ist es, den Wald fit für die Zukunft zu machen.

Neue Waldentwicklungsgrundsätze

Der Senat hat dafür in den letzten zwei Jahren neue Waldentwicklungsgrundsätze erarbeitet, die inzwischen beschlossen wurden. Ihr Ziel: artenreiche, stabile und klimaresiliente Wälder, die sich möglichst natürlich verjüngen. Gleichzeitig sollen die wichtigen Funktionen des Waldes – für Erholung, Artenvielfalt, Klimaschutz und Grundwasser – erhalten und gestärkt werden.

Klar ist aber auch: Das passiert nicht von allein. Es braucht ein aktives und kluges Waldmanagement. Kleinräumige Eingriffe, wie die gezielte Entnahme einzelner Bäume oder kleiner Gruppen, können helfen, stabile Strukturen zu fördern. Auch das Moratorium für den Holzeinschlag wurde in diesem Zuge wieder aufgehoben.

Es fehlen messbare Ziele und ein transparentes Monitoring

Die Richtung stimmt – aber das reicht noch nicht. Was bislang fehlt, sind klare, messbare Ziele und ein transparentes Monitoring. Ohne beides bleibt unklar, ob die Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen.

Genau hier liegt der politische Handlungsbedarf: Wir brauchen verbindliche Zielgrößen und eine regelmäßige, nachvollziehbare Überprüfung der Fortschritte. Nur so lässt sich sicherstellen, dass aus guten Absichten auch wirksame Waldpolitik wird. Dafür werde ich mich als Abgeordnete weiterhin einsetzen.